Ergebnisse zum #oud14 MOOC-Workshop

Am 03.06.2014 haben wir einen einstündigen Workshop auf den OLAT & OPAL User Days 2014 an der HTW Dresden gestaltet. OLAT ist eine Open-Source Lernmanagementsystemsoftware (LMS), die auch Grundlage für OPAL ist, dem Lernmanagementsystem der sächsischen Hochschulen UND Heimatplattform von SOOPAL. Logo OLAT User Days 2014

Ziele des Workshops

Im Workshop wollten wir

  1. die OLAT-Nutzerinnen und -Nutzer auf das Trendthema MOOCs aufmerksam machen,
  2. SOOPAL als ein Pilotprojekt zur Umsetzung von (M)OOCs in OLAT vorstellen und vor allem
  3. gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmenden Potentiale zur Verbesserung von OLAT für die Gestaltung von MOOCs (und generell offenen Kurskonzepten) identifizieren.

Mit einer kurzen Selbsteinschätzung konnten wir feststellen, dass die Erfahrungen mit online und offenen Bildungsangeboten in ihrer gänzlichen Breite vorhanden waren:

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Selbsteinschätzung bzgl. Offenheit und Online-Grad von Bildungsangeboten

Der Input

Mir (Anja) scheint es, als würde es zunehmend schwerer werden, MOOCs in solchen Veranstaltungen vorzustellen: Man muss es irgendwie schaffen, denen einen Einblick zu vermitteln, die noch nie etwas davon gehört haben, und darf gleichzeitig die Aufmerksamkeit derer nicht überzustrapazieren, die fast täglich davon hören oder lesen.

  Wir konzentrierten uns also auf die Botschaft: MOOCs werden kommen (oder sind schon da), andere Plattformen sprießen aus den Boden, auch auf moodle finden schon erste MOOCs statt (wie bspw. der HanseMOOC)… kann OLAT es sich leisten, diesen Trend zu verpassen? (Die Antwort durfte sich jeder Teilnehmende selbst geben.) SOOPAL als erste Umsetzungsmöglichkeit wurde ebenfalls vorgestellt, bevor es in die interaktive Phase ging.

Welche Anforderungen stellen (M)OOCs an OLAT?

Unter den drei Schwerpunkten InhaltsdarstellungLeistungsbewertung und Kommunikation/Interaktion wurde diskutiert, welche Verbesserungs- und Erweiterungspotentiale in OLAT/OPAL bestehen, um das LMS für MOOCs fit zu machen.

Hinweis: Ich habe versucht, die wesentlichen Ergebnisse zusammenzutragen, war aber selbst nur an einem Flip-Chart bei der Diskussion dabei. Sollte ich etwas vergessen oder falsch interpretiert haben, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion dieses Beitrags oder mailen/twittern/rufen Sie mich an, damit ich es ändern kann.

Verbesserung der Inhaltsdarstellung

Hier wurden folgende Punkte als wichtig für MOOCs in OLAT zusammengetragen:

  • eine attraktive Startseite für MOOCs, auch um die Einschreibung zu erleichtern oder auf aktuelle und beliebte Beiträge hinzuweisen,
  • Erstellung individueller Kursübersichten,
  • verbesserte mobile Darstellungsmöglichkeiten,
  • Verbesserung der Usability, inbesondere der Kommunikationswerkzeuge wie Foren oder Wikis, da einige Lernende (auch in „normalen“ Online-Kursen) Buttons zum Anlegen neuer Beiträge etc. nicht fanden,
  • generell Ablegen des „LMS-Charakters“ → Modernisierung, Interaktivität, Personalisierbarkeit waren gefordert und
  • pädagogische und technische Betreuung.

Verbesserung der Leistungsbewertung

Hier wurden folgende Punkte als wichtig für MOOCs in OLAT zusammengetragen:

  • Belohnungssysteme für bestandene Kapitel und Kurse, z. B. über Badges oder Zertifizierungen,
  • damit verbunden auch Fortschrittsanzeigen für die Lernenden, die auch die Unterbrechung von Tests ermöglichen,
  • Möglichkeiten zum Peer Review und zur Gruppenbewertung (Stichwort pMOOCs), sowie
  • intuitivere Bewertungswerkzeuge für Autoren, in denen Testergebnisse und Fortschritt im Kurs übersichtlich angezeigt werden können,

Verbesserung der Kommunikation/Interaktion

Hier wurden folgende Punkte als wichtig für MOOCs in OLAT zusammengetragen:

  • Übersicht der Teilnehmenden, die gerade online sind (Awareness),
  • Integration von Chats und anderen synchronen Kommunikationswerkzeugen,
  • Integration sozialer Netzwerke, was aber auch zu viel sein und damit zum „Lost in Cyberspace“ führen könnte,
  • Personalisierung für bestimmte Nutzertypen,
  • einfach (Klein-)Gruppenbildung,
  • mehr Tutoren zur Forumsbetreuung,
  • Evaluation/Steigerung der Transparenz durch Darstellung von Interaktionen, Netzwerken(?) etc. und
  • durch APIs weitere „Game-based Elemente“, bspw. Planspiele, integrierbar gestalten.

Erstes Fazit

Natürlich war eine Stunde bei Weitem nicht ausreichend, um die Themen tiefgründig zu diskutieren (durch organisatorisch Startschwierigkeiten fehlte leider auch die Zeit für eine gemeinsame Auswertung, ich hoffe, dieser Blogbeitrag macht es ein wenig wieder gut). Dennoch betrachte ich es als Erfolg, dass wir uns nicht an großen Diskussionen um den Sinn und Unsinn von MOOCs aufgehalten haben. Diese kann man gern mit uns führen – ich sehe da durchaus genügend Angriffspunkte – aber im Workshop stand die konstruktive Arbeit im Vordergrund, die OLAT-Entwicklern Probleme und Bedarfe aufzeigen soll, die bei offenen Online-Kursen entstehen.

Dabei stellt man aber auch schnell fest: Fast alle der genannten Punkte würden auch die Arbeit in „traditionellen“ Online-Kursen bereichern.Und hier fühle ich mich durchaus in meiner Einschätzung von MOOCs bestätigt: Sie beleben die Auseinandersetzung mit E-Learning-Angeboten und heben sie vielleicht doch ein wenig aus der „Verbannung“ hochschulinterner und damit nicht-einsehbarer Lernmanagementsysteme.

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